“Kunden kaufen keine Produkte; sie heuern sie an, um einen Job zu erledigen. Diesen zu erledigenden Job zu verstehen, ist die richtige Analyseeinheit für Innovation.”
Warum Clayton der/die kanonische Strategy Consultant ist
Clayton Magleby Christensen (6. April 1952 – 23. Januar 2020) war ein amerikanischer Wissenschaftler und Unternehmensberater, der zum einflussreichsten Strategie-Denker seiner Generation auf dem Gebiet der Technologieadoption wurde. Geboren in Salt Lake City und ausgebildet an der Brigham Young University (wo er sein Wirtschaftsstudium summa cum laude abschloss), erwarb er anschließend ein Rhodes-Stipendium in Oxford und einen MBA mit höchster Auszeichnung an der Harvard Business School, bevor er 1992 seinen Doctor of Business Administration an der Harvard University abschloss. Er trat noch im selben Jahr dem Lehrpersonal der HBS bei, erhielt 1998 eine Festanstellung und hielt bis zu seinem Tod die Kim B. Clark-Professur für Betriebswirtschaft inne.
Christensens Karriere als Strategieberater — im tiefsten Sinne dieser Rolle — basierte auf zwei intellektuellen Frameworks, die das Denken von Führungskräften, Investoren und Aufsichtsräten über Wettbewerbsbedrohungen grundlegend neu ausrichteten. Sein 1997 erschienenes Buch The Innovator’s Dilemma führte die Theorie der disruptiven Innovation ein: den kontraintuitiven Befund, dass gut geführte Unternehmen systematisch scheitern — nicht aus Inkompetenz, sondern weil rationale Ressourcenallokationsprozesse sie strukturell blind für Low-End- und Neumarkt-Einsteiger machen. Der Economist bezeichnete es als „die einflussreichste Geschäftsidee des frühen 21. Jahrhunderts“ und nannte Christensen „den einflussreichsten Management-Denker seiner Zeit“. Bei den Thinkers50 belegte er sowohl 2011 als auch 2013 Platz eins. Sein zweiter wesentlicher Beitrag, das Jobs to Be Done-Framework, verlagerte die Analyseeinheit für Innovation von Produkten und Kundensegmenten hin zu dem funktionalen, sozialen und emotionalen Fortschritt, den ein Kunde zu erzielen versucht — und richtete damit Produktstrategie, Marketing und Wettbewerbsanalyse in Branchen von der Gesundheitsversorgung bis zur Bildung neu aus. Christensen gründete Innosight, eine Managementberatungs- und Trainingsfirma, die explizit auf der Anwendung der Disruptions-Innovations-Theorie in Kundenprojekten aufgebaut war, sowie Rose Park Advisors, eine Investmentfirma, die dieselbe Forschung auf die private Kapitalallokation anwandte. Er starb am 23. Januar 2020 im Alter von 67 Jahren an den Folgen einer Leukämie. Seine Frameworks bleiben die dominante intellektuelle Architektur für die Beratung von Unternehmen, die Technologiezyklen navigieren.
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