“Personal Computer sind einfach zu schwer zu bedienen, und das ist nicht deine Schuld.”
Warum Walt der/die kanonische Journalist ist
Walt Mossberg schrieb 22 Jahre lang—von 1991 bis 2013—die Personal-Technology-Kolumne für das Wall Street Journal, zu einer Zeit, als Personal Computer zwar immer weiter verbreitet waren, aber für gewöhnliche Nutzer unzumutbar kompliziert blieben. Seine Grundthese war radikal einfach: Technologieprodukte sollten nicht von Ingenieuren für Ingenieure bewertet werden, sondern von einem normalen Menschen im Namen normaler Menschen. Diese Haltung machte ihn zum einflussreichsten Technologiekritiker der PC-Ära. Das Magazin Wired bezeichnete ihn 2004 als „The Kingmaker“ und befand, dass „kaum ein Rezensent jemals so viel Macht hatte, über Erfolg und Misserfolg einer ganzen Branche zu entscheiden“; ein New-Yorker-Profil aus dem Jahr 2007 erklärte ihn zu jemandem, „dessen Urteil jahrelange Arbeit bestätigen oder eine ganze Messe versenken kann.“ Er war einer von nur vier Journalisten, denen Steve Jobs das erste iPhone vor dem öffentlichen Launch zur Vorab-Rezension übergab.
Sein Einfluss reichte weit über die Kolumne hinaus. Gemeinsam mit Kara Swisher gründete er die Konferenz D: All Things Digital—auf der Jobs und Gates 2007 zum ersten und einzigen Mal gemeinsam auf einer Bühne erschienen—und später Recode, das bis zur Übernahme durch Vox Media im Jahr 2015 das führende Organ für Tech-Journalismus war. 1999 erhielt er den Gerald Loeb Award für Kommentar als erster Technologiejournalist überhaupt, und 2017 den Loeb Lifetime Achievement Award.
Mossberg verkörpert den Journalist nicht allein wegen seiner Reichweite, sondern wegen seiner redaktionellen Haltung. In einem Bereich, der ständig unter dem Druck steht, die Branche zu feiern, die er beobachtet, beharrte er auf dem Standpunkt des Verbraucheranwalts—grundsätzlich skeptisch, rechenschaftspflichtig gegenüber den Lesern, nicht gegenüber den Unternehmen, deren Produkte er testete. Er baute seine Autorität durch Reibung auf: Er lobte Produkte, die es verdienten, und verwarf andere, die es nicht taten—unabhängig vom Marketingapparat dahinter. Diese Unabhängigkeit, über Jahrzehnte bei einer der meistgelesenen Publikationen der Welt aufrechterhalten, ist das, was den kanonischen Journalisten von der Werbebotschaft unterscheidet.
Der/die Journalist steuert den Informationsfluss, baut Reichweite und Narrative auf. Zur Rolle Journalist →
Gleiche Rolle, andere Welle
Teilst du die Rolle Journalist?
Der kostenlose Test misst deine Verhaltens-Passung gegen alle 27 Rollen — auch diese. 2-Minuten-Express oder die vollen 77 Fragen.
Finde deine Rolle — kostenlos →Die Rollen-Einordnung ist roletypes redaktionelle Lesart auf Basis öffentlicher Arbeit und Aussagen — keine Empfehlung durch Walt Mossberg. Zitat gegen die zitierte Quelle geprüft; sag uns Bescheid, wenn etwas nicht stimmt.